Und dabei wollte ich doch nie…

Ja, ja, nun ist es also echt so gekommen… Ich habe mich immer ein wenig geärgert über die Blogs, die nach dem Einzug so ein stiefmütterliches Dasein fristen mussten. Das würde es bei mir nicht geben – auf gar keinen Fall!

Aber da musste ich wohl auch dazulernen. Klar, die Bauphase ist stressig und anstrengend, man fällt abends ins Bett und denkt, dass man nie wieder aufstehen kann. Trotzdem ist es gerade dieses „Immer-in-Bewegung-sein“, das mich am Laufen hält. In solchen Phasen bin ich am produktivsten, da geht was bei mir. Nach dem Einzug im Dezember war die Luft erstmal raus. Dann kam Weihnachten und Silvester, danach die Halbjahresinfo mit dem dazugehörigen Korrekturstress. Im April hatte meine Große Konfirmation und gerade stecke ich in der Endphase der Abikorrekturen. Da reichte es irgendwie gerade mal für ein kurzes „Heckenvorbereitungsbild“, dabei wächst die Hecke schon seit einiger Zeit um mein Haus herum.

Heute nun endlich ein Update und sowas wie ein „Ich bin wieder da“! Denn das Haus steht, aber der Garten braucht Zeit, die Hütte ist in Planung, eine Terrasse gibt es nur in einer Phantasie und das Carport, naja… Doucement, wie der Franzose sagt.

Darüber werde ich also noch viel zu berichten haben und ich freue mich darauf. Bei Instagram findet ihr mich übrigens unter unser_rotes_haus, wie man das bei WordPress verlinkt muss ich noch lernen…

Zum Thema Garten noch eine Sache: Mein Grundstück ist 640 qm groß, Geld für einen Landschaftsgärtner habe ich keines mehr übrig (war aber auch nie eingeplant – Garten ist Eigenleistung) – alles, was ich also hier baue und gestalte, wird sehr „low budget“ sein. Einzig der noch zu errichtende Staketenzaun und die Terrasse  werden neu gekauft. Darum dauert es bei mir auch etwas länger, als bei den den meiste meiner Nachbarn, die fast allesamt Rollrasen ausgelegt haben und bei denen es schon um einiges hübscher ums Haus herum aussieht.

Aber seht einfach selbst:

 

Zwischen den Bildern liegen fünf Wochen. Inzwischen sieht es bei uns so aus:

 

 

Das was nach kümmerlich sprießenden Rasen aussieht, ist Gründünger, den ich jetzt erst einmal bis zum nächsten Frühjahr wachsen lasse. Nach dem Überfrieren wird er untergefräst und dann kommt dort Kräuterrasen hin. Neben dem Zaun (den ich jetzt dringend noch weiß streichen muss) habe ich ein Beet angelegt, in dem hoffentlich bald Clematis ranken, Rosen blühen, Verbeten im Wind wehen und Stockrosen ihre Blüten Richtung Sonne strecken. Im mittleren Bild links ist meine Felsenbirne (die habe ich aus dem alten Garten mitgenommen) und oben drüber unser neuer Apfelbaum, Sorte Topaz. Das kleine Bäumchen in der Mitte unten ist ein Zierapfel (Malus Evereste) . Außerdem wachsen dort noch ein Holunder und ein Aroniastrauch.

Hinter dem Haus sieht es noch sehr wild aus. Da liegt noch ein Haufen Muttererde, den mein Nachbar braucht und demnächst abträgt und Holz, das wir für den Bau der Hütte brauchen, die hinters Haus kommt. Dort, wo jetzt der Erdhaufen liegt, kommt mein kleiner Gemüsegarten hin, ganz klassisch umzäunt und mit Wegkreuz. Der Graben ist für die Entwässerung der Grundstücke angelegt worden. Da wird die Gemeinde im Herbst noch eine gemischte Hecke pflanzen. Zur Zeit ist der Graben randvoll mit Grundwasser, weil mein Nachbar gerade baut und sein „Keller“ noch immer sprudelt. Wir haben hier einen sehr hohen Grundwasserspiegel und ein anderer Nachbar hat schon im Rohbau nasse Füße bekommen und musste alles wieder trocken legen. Da bin ich froh, dass ich ohne Keller gebaut habe.

 

Vor dem Küchenfenster wachsen Hortensien – die liebe ich!

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Hier noch ein paar Bilder von innen und dann wünsche ich Euch einen sonnigen Tag, bis bald, versprochen!