Die schöne Följande

Es war einmal eine tapfere Küchenbesitzerin, die verliebte sich in eine wunderschöne Dunstabzugshaube. Ihr Name war Heike und die Angebetete hörte auf den liebreizenden Namen Följande. Doch Följande war unerreichbar für die arme Küchenbesitzerin und so himmelte sie sie aus der Ferne an und hoffte auf ein Wunder.

So in etwa fing sie an, unsere Geschichte. Följande, die schönste und teuerste Dunstabzugshaube im Ikea-Land, stand ganz oben auf der Wunschliste. So weit, dass sie eigentlich unerreichbar war, denn 549 € waren schon ein Wort…

Da wir es in unserer Familie nicht lassen können, vor Weihnachten irgendwelche anstrengenden, aufregenden und Kreislauf anregenden Dinge zu tun, wie etwa ein Haus bauen, umziehen, Kinder kriegen oder heiraten, haben meine Eltern beschlossen, umzuziehen und so musste auch für sie eine neue Küche her. Die Wahl fiel auf Ikea, Bodbyn weiß (gute Wahl) und eben unter anderem Följande. WAHNSINN! Ich war ein bisschen neidisch, obwohl das sonst so gar nicht zu meinen Charaktereigenschaften zählt. Die Küche wurde also geliefert und wie es so ist, es fehlt eine Kleinigkeit, das Kochfeld sollte doch größer sein, etc, und so fuhren wir gestern alle zusammen ins 60 km entfernte Ikea-Land. Beim Rundgang durch die Küchenabteilung sah ich sie wieder, meine geliebte Följande, die mein Herz zum Rasen brachte und meine Mutter sah ihren Preis, was wiederum ihr Herz zum Rasen brachte, denn die gute hatte einen anderen Preis, als die erst vorgestern gelieferte. Ein Unterschied von 200 € war zuviel des Guten und so versuchte meine Mutter ihr Glück beim Servicepoint. Die nette Dame riet ihr, das herabgesetzte Modell zu kaufen und die andere zurückzubringen. Der einzige Unterschied zwischen beiden sei, dass die teure aus der neuen Kollektion ist und die alte aus der alten. Funktionsmässig sind beide absolut identisch. Also sind wir wieder hoch in die Küchenabteilung und wollten das „alte“ Modell kaufen. Meine Mutter stellte sich an und ich wollte mir die Schöne noch einmal ansehen, als ich es erblickte. Worte können meine Gefühle nicht beschreiben, darum seht selbst und staunt:

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In den knapp zwei Stunden zwischen den beiden Besuchen der Küchenabteilung wurde die Gute noch einmal reduziert!!!  Das war schon echt wie ein Sechser im Lotto und da es nur noch drei „alte“ Följandes gab, kauften wir gleich zwei und eine von beiden hängt seit ein paar Stunden in meiner Küche.

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Ich bin im Himmel und freue mich wie ein Schneekönig. Zugegeben, sie ist ein wenig laut, aber das sind wir alle, vielleicht passen wir darum so gut zusammen und hoffentlich leben wir beide glücklich bis an unser Lebensende.

 

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Und dabei wollte ich doch nie…

Ja, ja, nun ist es also echt so gekommen… Ich habe mich immer ein wenig geärgert über die Blogs, die nach dem Einzug so ein stiefmütterliches Dasein fristen mussten. Das würde es bei mir nicht geben – auf gar keinen Fall!

Aber da musste ich wohl auch dazulernen. Klar, die Bauphase ist stressig und anstrengend, man fällt abends ins Bett und denkt, dass man nie wieder aufstehen kann. Trotzdem ist es gerade dieses „Immer-in-Bewegung-sein“, das mich am Laufen hält. In solchen Phasen bin ich am produktivsten, da geht was bei mir. Nach dem Einzug im Dezember war die Luft erstmal raus. Dann kam Weihnachten und Silvester, danach die Halbjahresinfo mit dem dazugehörigen Korrekturstress. Im April hatte meine Große Konfirmation und gerade stecke ich in der Endphase der Abikorrekturen. Da reichte es irgendwie gerade mal für ein kurzes „Heckenvorbereitungsbild“, dabei wächst die Hecke schon seit einiger Zeit um mein Haus herum.

Heute nun endlich ein Update und sowas wie ein „Ich bin wieder da“! Denn das Haus steht, aber der Garten braucht Zeit, die Hütte ist in Planung, eine Terrasse gibt es nur in einer Phantasie und das Carport, naja… Doucement, wie der Franzose sagt.

Darüber werde ich also noch viel zu berichten haben und ich freue mich darauf. Bei Instagram findet ihr mich übrigens unter unser_rotes_haus, wie man das bei WordPress verlinkt muss ich noch lernen…

Zum Thema Garten noch eine Sache: Mein Grundstück ist 640 qm groß, Geld für einen Landschaftsgärtner habe ich keines mehr übrig (war aber auch nie eingeplant – Garten ist Eigenleistung) – alles, was ich also hier baue und gestalte, wird sehr „low budget“ sein. Einzig der noch zu errichtende Staketenzaun und die Terrasse  werden neu gekauft. Darum dauert es bei mir auch etwas länger, als bei den den meiste meiner Nachbarn, die fast allesamt Rollrasen ausgelegt haben und bei denen es schon um einiges hübscher ums Haus herum aussieht.

Aber seht einfach selbst:

 

Zwischen den Bildern liegen fünf Wochen. Inzwischen sieht es bei uns so aus:

 

 

Das was nach kümmerlich sprießenden Rasen aussieht, ist Gründünger, den ich jetzt erst einmal bis zum nächsten Frühjahr wachsen lasse. Nach dem Überfrieren wird er untergefräst und dann kommt dort Kräuterrasen hin. Neben dem Zaun (den ich jetzt dringend noch weiß streichen muss) habe ich ein Beet angelegt, in dem hoffentlich bald Clematis ranken, Rosen blühen, Verbeten im Wind wehen und Stockrosen ihre Blüten Richtung Sonne strecken. Im mittleren Bild links ist meine Felsenbirne (die habe ich aus dem alten Garten mitgenommen) und oben drüber unser neuer Apfelbaum, Sorte Topaz. Das kleine Bäumchen in der Mitte unten ist ein Zierapfel (Malus Evereste) . Außerdem wachsen dort noch ein Holunder und ein Aroniastrauch.

Hinter dem Haus sieht es noch sehr wild aus. Da liegt noch ein Haufen Muttererde, den mein Nachbar braucht und demnächst abträgt und Holz, das wir für den Bau der Hütte brauchen, die hinters Haus kommt. Dort, wo jetzt der Erdhaufen liegt, kommt mein kleiner Gemüsegarten hin, ganz klassisch umzäunt und mit Wegkreuz. Der Graben ist für die Entwässerung der Grundstücke angelegt worden. Da wird die Gemeinde im Herbst noch eine gemischte Hecke pflanzen. Zur Zeit ist der Graben randvoll mit Grundwasser, weil mein Nachbar gerade baut und sein „Keller“ noch immer sprudelt. Wir haben hier einen sehr hohen Grundwasserspiegel und ein anderer Nachbar hat schon im Rohbau nasse Füße bekommen und musste alles wieder trocken legen. Da bin ich froh, dass ich ohne Keller gebaut habe.

 

Vor dem Küchenfenster wachsen Hortensien – die liebe ich!

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Hier noch ein paar Bilder von innen und dann wünsche ich Euch einen sonnigen Tag, bis bald, versprochen!

 

 

Innenansichten

Meine Schwester hat mir gerade ein paar schöne Bilder auf den Computer geladen, die sie kurz nach dem Einzug gemacht hat. So könnt Ihr Euch zumindest mal ein Bild vom Innenleben des roten Hauses machen:

 

Klar, die Bilder sind noch weihnachtlich und das Rot macht langsam helleren Farben Platz, aber so sieht es aus in unserem Bernd. Es fehlen noch die Profilleisten für die Wandverkleidung und an die Wand über der Küchenzeile kommen noch Regale. Updates folgen!

Gestern habe ich übrigens von einer Arbeitskollegin, die vor kurzem Mutter geworden ist und nun die „Eltern“ blättert, erfahren, dass mein Blog dort in einem Artikel zum Thema Hausbau mit Kindern erwähnt wurde! Wow – das fühlt ich gut an 🙂

WANTED! Baugenehmigung…

Wenn schon die zukünftigen Nachbarn einem zurufen, dass es jetzt langsam losgehen könnte, dann wird es echt Zeit! Es ist Juni und ich würde so gerne loslegen! Aber bis 30.6. (wenn es denn tatsächlich so lange dauert) sind es noch vier Wochen. Also machen wir Dinge, für die wir bald keine Zeit mehr haben werden: Ausstellungen, Freunde besuchen,… Und ein paar Dinge auf der „Haus-to-do-Liste“ erledigen: Boden bestellt, Küche endgültig ausgesucht, Lampen für die Küchentheke und Fenster als Raumteiler gekauft:

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Zwei davon kommen über die Theke in der Küche. Gefunden habe ich sie bei http://www.little-white-cottage.de

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Das Fenster habe ich bei ebay ersteigert und wenn es geht, würde ich es gerne als Raumteiler zwischen Küche und Wohnzimmer verwenden. Ich muss es noch aufbereiten, aber schon nach dem ersten Putzen finde ich es klasse, vor allem wenn die Sonne durchscheint und blaue und rote Lichtspiele auf den Boden malt. Leider ist beim Transport die mittlere Glasscheibe zerbrochen, aber meine praktisch veranlagte Tochter meinte, dass es so als Durchreiche genutzt werden kann. Nur kein Schritt zuviel 😉