Allons-y!

Ich fühle mich wie am Tag vor meiner Hochzeit, dem Tag vor der Geburt meiner Kinder… Nicht, dass man diese Ereignisse vergleichen könnte, doch das Gefühl, dass etwas Neues beginnt ist dasselbe. Als ich noch eine Teenie war, hatte ich in meinem Zimmer ein Poster von einem gelben Schwedenhaus an einem idyllischen See und war mir sicher, dass ich einmal Besitzerin eines eben solchen sein würde. Dann kamen Jahre, in denen ich mich für die anderen freute, die sich diesen Traum erfüllten und ich begann, mich davon zu verabschieden.

Aber wie so oft im Leben kommt es anders, anders als erwartet, anders als gedacht. Und so sitze ich heute hier und bin voller Dankbarkeit und Freude, denn morgen wird der Traum meines Schwedenhauses wahr – morgen wird er Realität, langsam, Balken für Balken.

Noch ist es vielleicht zu früh, danke zu sagen, aber ich hätte es ohne Unterstützung noch nicht einmal bis hierher geschafft: Da sind  meine beiden Bankberater, die Himmel und Erde in Bewegung gesetzt haben, damit ich eine gute Finanzierung für das Projekt bekomme, da ist Herr Wimmer, der mir als Retter in der Not erschien, als ich letzten Dezember dachte, dass mein Traum schon ausgeträumt war und da ist meine Familie – meine Kinder, meine Eltern und meine Schwestern, die mir immer das Gefühl geben, genau das richtige zu tun und die immer für mich da sind und sicher auch sein werden.

Um es mit dem Doktor zu sagen: Allons-y! Carlota und Maxi verstehen schon 😉

Das Herz klopft und der Kopf wird frei

Gerade hatte ich ein nettes Gespräch mit unserem Bauleiter. Am nächsten Dienstag um 7 Uhr geht es also los. Da wir relativ weit vom Firmensitz entfernt sind, ist der 31.8. Anreisetag und am Dienstag geht es dann los. Ich werde wirklich langsam nervös, sogar jetzt beim Schreiben klopft mein Herz bis zum Hals… Sicher werde ich von Montag auf Dienstag nicht schlafen können. Die Bodenplatte liegt ja schon eine Weile, aber der Hausbau selbst ist doch noch einmal etwas ganz anderes.

Seit Dienstag wühle ich mich durch den Keller und miste gründlich aus – ich möchte keinen unnötigen Ballast mehr mitnehmen und trenne mich von Krust und Krempel. Eine Wagenladung habe ich schon zur Mülldeponie gebracht, haufenweise Kleidung steht fertig gepackt und wartet auf neue Besitzer. Bücherkisten für den nächsten Frauenhausflohmarkt und Kisten mit anderweitiger Flohmarktware türmen sich im Keller. Das Arbeitszimmer ist schon teilweise in Umzugskartons und nicht mehr benötigte Regale warten darauf, im Oberstufenraum meiner Schule aufgebaut zu werden.

Der Hausbau und der Umzug sind wirklich ein Meilenstein und ich habe das Bedürfnis nach Ordnung und danach, den Kopf frei zu haben. Keine unnötigen Anschaffungen mehr, kein stundenlanges Suchen und keine vollgestellten Ecken. Nur noch das, was wirklich nötig ist. Ich habe während der Aufräumaktion so viele Dinge gefunden, die wir irgendwann einmal unbedingt haben wollten und dringend brauchten, die wir aber in  den vergangenen zwei Jahren (seit unserem letztem Umzug im Sommer 2013) nicht vermisst haben.

Das Herz klopft und der Kopf wird frei – so fühlt sich für mich gerade Glück an.

Bis bald, Eure Heike

Ausgeschaufelt! Hoffentlich…

Gestern und heute früh haben meine Mutter und ich mit Schaufeln zugebracht. Rings um das Haus herum haben wir einen 30 cm tiefen und 50 cm breiten Streifen ausgegraben:

Spritzschutz

Jetzt hoffe ich, dass sich das Gelände noch ein wenig setzt und dann werde ich Herrn Burgert, den Tiefbauer bitten, das Gelände noch ein wenig zu verteilen. Mein Vater wird dann mit dem Nivelliergerät anrücken, damit das Gelände vom Haus weg ein Gefälle aufweist und das Oberflächenwasser uns nichts anhaben kann. Damit warten wir aber bis das Haus fertig ist und das Gelände Zeit hatte, sich noch ein wenig abzusenken. Vor der Haustür werden wir sowieso auskoffern (bzw. nicht auffüllen) müssen, weil ich einen Kiesvorplatz (wassergebundene Decke) haben möchte:

Vor dem Haus werden wir das Gelände für den Bau der Terrasse vorbereiten müssen, sodass doch noch einmal einiges an Erde bewegt werden muss.

Jetzt können wir uns noch ein wenig zurücklehnen und baden gehen, denn wir haben noch Ferien und das Wetter ist ein Traum! Genießt den Sommer – Eure Heike

Update 13.8.15: Doch noch nicht ausgeschaufelt… Herr Wimmer hat – glücklicherweise rechtzeitig – bemerkt, dass mit dem 50 cm breiten Graben das Gerüst nicht gestellt werden kann. Also müssen wir den Graben noch um einen Meter auf 1,50 Meter verbreitern… Wieder schaufeln? Nein, auf gar keinen Fall! Ich bin wohl nun bald die Lieblingsbauherrin meines Lieblingstiefbauers…

Hoch hinaus…

wollten wir wohl mit unserem Gelände. Da lade ich ganz stolz Vorher-Nachher-Bilder (siehe Beitrag Grobplanum) und freue mich über das schöne ebene Gelände und schon kommt es dicke: wir haben das Gelände zu hoch angeschüttet…

Der immer aufmerksame Herr Wimmer hat die Bilder auf meinem Blog gesehen und mir gleich eine Mail geschickt. Die Bodenplatte sollte 30 cm aus dem Erdreich herausragen, ferner sollte man einen Streifen von 50 cm als Spritzschutz um das Haus herum freilassen. Das mit dem Spritzschutz war klar, hätten wir natürlich gemacht. Dass wir aber zu hoch aufgefüllt haben, lag auch daran, dass die Handwerker der Firma rings um die Bodenplatte herum Erdreich angefüllt haben und ich dachte, dass das das spätere Geländeniveau sein wird. Nun habe ich aber heute von Herrn Wimmer gelernt, dass das immer provisorisch gemacht wird, um der Bodenplatte während der Trocknungsphase zusätzlich Stabilität zu geben. Der Bauherr muss das später entfernen. Blöd nur, dass uns das nicht gesagt wurde und ich leider auch nicht die geborene Bauherrin bin, die so etwas in den Genen hat…

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Hier kann man sehen, dass Erdreich um die Bodenplatte herum angehäuft wurde.

Für mich heißt das jetzt schaufeln, schaufeln, schaufeln. Ich werde zunächst einmal einen 50 cm breiten und 30 cm tiefen Streifen um die Bodenplatte herum abgraben und dann mal sehen, wie es klappt und ob ich das Gelände dann um das Haus herum verteilen kann. Morgen früh geht es los, denn bis zur Hauslieferung in drei Wochen muss es fertig sein. Dafür jetzt wieder den Tiefbauer zu beauftragen wird mir langsam zu teuer… Gut ist aber, dass der Tiefbauer nur vorne und links vom Haus so hoch angeschüttet hat, rechts und hinten ragt die Bodenplatte noch 20 cm aus dem Erdreich heraus.

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Hier sieht es nicht ganz so hoch aus, da müssen wir schon deutlich weniger ausheben.

Sobald dann das Gerüst um das Haus herum weg ist, werden wir vor dem Haus sowieso eine Kiesfläche, so eine Art „Vorplatz“, schaffen und dann auch gleich den Spritzschutz um das Haus herum anlegen.

Als ich heute morgen dort war, habe ich aber auch gesehen, dass die Badenova uns schon an das Wassernetz angeschlossen hat. Noch kein Haus, aber schon Frischwasser – wir zäumen das Pferd echt von hinten auf 😉

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Also, aus Fehlern lerne ich und hoffentlich auch die Leser meines Blogs, denn dafür ist er ja schließlich auch da!

(Fast) immer optimistisch – Eure Heike

Bauverlauf in Bildern

Auf der Seite der Firma Akost kann man übrigens den Hausbau eines Akost-Hauses in Bildern sehen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wann welcher Schritt dran ist. Gerade jetzt, wo der Baubeginn näher rückt, ist es fast schon zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen geowrden, andere Akost-Baublogs oder eben die Diashow anzuschauen. Ein bisschen beruhigt es mich zu sehen, dass wir es bis Weihnachten schaffen können. Das ist immer noch der Plan, auch wenn vielleicht im Inneren noch nicht alles picobello ist.

Grobplanum

Nach gut 10 Monaten wird es Zeit für das erste Vorher-Nachher-Bild (die liebe ich!). Bitteschön:

Vorher:

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Erdhaufen rechts und links und ziemlich unebenes Gelände

Nachher:

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Bis auf den Haufen rechts im Bild schon alles schön, gell?

Mein Lieblings-Tiefbauer und Meister-Baggerfahrer Herr Burgert aus dem Nachbardorf war heute morgen wieder da und hat die Wasserleitung und die Leerrohre für Strom und Medien verlegt. Wir haben auch nochmals versucht, vom E-Werk beide  Kabel zu bekommen, die wir dann einfach so in die Lehrrohre gezogen hätten, natürlich ohne sie anzuschließen. Aber dieses Monopol lässt sich der Netzversorger nicht aus der Hand nehmen und so haben wir wieder Zugdraht eingezogen, damit wir den Graben später nicht wieder aufbuddeln müssen. Die verbleibenden Meter (vorne noch zu sehen unter der noch nicht aufgeschütteten Wiese) machen wir dann, wenn das Kabel kommt, denn mit Draht um drei Ecken ziehen wird sicher schwierig. Darum ist dieser Teil auch noch nicht aufgeschüttet.

Mein Grundstück liegt ca. 80 cm unterhalb Straßenniveau und wir haben lange überlegt, ob wir vor Baubeginn aufschütten sollen. Ich wollte dann aber ebenerdig aus dem Haus gehen können und so haben wir die Bodenplatte so gebaut, dass das EG nun auf Straßenniveau ist und mit der ausgekofferten Erde aus Baugrube und der Grube für die Flächenkollektoren konnten wir das ganze Gelände auf Straßenniveau bringen. Am Anfang dachten wir noch, wir müssten Muttererde zukaufen… Jetzt liegen im Moment noch beide Nachbargrundstücke niedriger, aber da warte ich erst einmal ab. Im schlimmsten Fall brauche ich eine Stützmauer, aber das kann ich mir fast nicht vorstellen…

Das Grobplanum ist also fast gemacht, nach Bauende machen wir dann das Feinplanum. Sicher wird sich der Boden auch noch einmal absenken, wenn es denn dann endlich einmal regnet.

Schönes Wochenende Euch allen – liebe Grüße, Heike

Besuch

Gestern hatten wir Besuch auf der Bodenplatte (Baustelle wäre im Moment wirklich noch nicht angebracht). Bea und Lars, die bald auch ein Akost-Haus in BW bauen, haben uns besucht und aus „vorbeischauen“ wurde eine Stunde bei gefühlten 50 Grad. Schade, dass wir keine kühlen Getränke und eine schattige Sitzgelegenheit hatten, sonst hätten wir sicher noch länger ausgehalten. Aber das holen wir einfach nach, gell? War schön mit Euch – genießt die Urlaubstage und denkt an die Fahrradstellplätze 😉

Ach ja, Bea, der Blog mit den schönen Dekoideen und den Zementfliesen heißt http://miasinterior.blogspot.de. Bestellt haben wir die Fliesen bei ebay, der shop heißt alekafelki (http://stores.ebay.de/alekafelki?_rdc=1). Da gibt es auch die schönen blauen, die eventuell so sind, wie die, die Ihr Euch für die Küche ausgeguckt habt.

Macht Euch ein schönes Sommerwochenende – Eure Heike